Die Schaustellerei Maria Anzbach besteht aus 15-20 Personen, die in wechselnder Besetzung bis 2022 unter der Leitung von Julia Vogl an verschiedenen Aufführungen arbeiten. Seit Sommer 2022 hat Jürgen Heigl die Theatergruppe übernommen. 

Es geht weiter!!! Wir proben unser neues Stück unter neuer Regie und freuen uns auf die Premiere am 17. März 2023.

Der Kirschgarten

Komödie in vier Akten von Anton Tschechow

Früher war alles besser. Wie oft hören wir diesen Satz. Und gerade heute, angesichts einer sich immer schneller verändernden Welt, einer ungewissen Zukunft, kommt Sehnsucht nach der guten alten Zeit auf. Denn Veränderungen verunsichern und die Vergangenheit bietet im Rückblick ein Stück Sicherheit, das Halt gibt.

 

Tschechows letztes Theaterstück um die verarmte Ranjewskaja, die „die Augen vor der Wirklichkeit verschließt, bis die Wirklichkeit sie einholt“, zeigt die Unvereinbarkeit von alter und neuer Zeit, gepaart durch Tragik, als auch Humor.

 

Über lange Zeit hat die Gutsbesitzerin Ranjewskaja Schulden angehäuft. An der Versteigerung des Kirschgartens der seit Generationen im Besitz der Familie ist, führt scheinbar kein Weg vorbei.

Der Ausweg, den der Unternehmer Lopachin vorschlägt, wird negiert. Wissend um den baldigen Verlust des Ortes, mit dem viel schöne, wie schmerzliche Erinnerungen verbunden sind, verbringt die Familie den letzten Sommer inmitten des Kirschgartens und lässt einen entlarvenden Blick auf die untergehende Welt des russischen Adels und einer sich der Realität verweigernden Gesellschaft zu.

 

 

Besetzungsliste

 

Ljuwbow Andrejwna Ranewskaja, Gutsbesitzerin: Susanne Wimmer

Anja, ihre Tochter: Lena Aschauer

Warja, ihre Ziehtochter: Anna Sagmüller

Leonid Andrejewitsch Gajew, ihr Bruder: Rainald Tippow

Jermolaj Alexejewitsch Lopachin, Kaufmann: Helmut Zettl

Pjotr Ssergejewitsch Trofimow, Student: Alexander Bokor

Borislava  Ssimeona-Pischtschik, Gutsbesitzerin: Sabine Tippow

Scharlotta Iwanowna, Gouvernante: Rita Heese

Ssemjona Pantelejewitsch Epichodow, Buchhalterin: Rosi Dattler

Dunjascha, Stubenmädchen: Maja Vogl

Firs, alter Lakai: Gerhard Selner

Jascha, junger Lakai: Luciano Drimal

Mit den beiden Erfolgsserien "37 Ansichtskarten", sowie "Das Hotel zu den zwei Welten" mit Tourneen in Wien und Niederösterreich startete die Schaustellerei. Mit einer erfreulichen Erweiterung unserer Truppe, folgte der nächste Streich: Werner Schwabs "Die Präsidentinnen", sowie das Ein-Personen-Stück "Die Statistin".

 

Im März und April 2014 waren wir mit "Der Gott des Gemetzels" fast durchwegs ausverkauft. Im Mai 2014 stand die "Geschlossene Gesellschaft" von J.P. Sartre auf dem Programm.

 

Als weitere Produktionen zeigte die Schaustellerei im September 2014 die hinreißende Kömödie "Der eingebildete Kranke" von Molière, im Jahr darauf  "Geschichten aus dem Wiener Wald" und schließlich 2016 "Der letzte der feurigen Liebhaber" und die "Hexenjagd". 

2017 wagten wir uns mit "Der nackte Wahnsinn" an unsere erste Boulvardkomödie. 2018 erschütterte zuerst Nora oder ein Puppenheim und im Herbst Antigone das Publikum. 

 

Das war das erste Jahrzehnt der Schaustellerei Maria Anzbach. Im Frühjahr 2019 stand "Terror" auf dem Programm, im Herbst "Das Konzert", mit einer Wiederaufnahme im Frühjahr 2020. Das letzte Stück "Der Vorname", unter der Regie von Julia Vogl kam im Oktober 2021 zur Aufführung.