Die Schaustellerei Maria Anzbach wurde 2010 von Julia Vogl gegründet und bis 2022 von ihr geleitet. Bis 2025 übernahm Jürgen Heigl Regie und Organisation, seit 2025 wird die Theatergruppe als Verein verwaltet. Die Schaustellerei besteht aus rund 20 Personen und bietet in wechselnder Besetzung und in wechselnder Regie ungefähr zwei Produktionen pro Jahr an.
Mit Vorfreude steuern wir auf unsere nächste Premiere zu!
Der Kartenvorverkauf hat bereits gestartet
Für diese Produktion hat sich Manfred Cambruzzi, der erstmals mit uns zusammenarbeitet, für zwei Einakter entschieden: die Komödien „Herzliches Beileid“ von Georges Feydeau und „Zeitvertreib“ von Johann Nestroy. Die beiden Autoren waren zwar keine Zeitgenossen - Georges Feydeau wurde 1862 geboren, in dem Jahr, in dem Johann Nestroy verstarb - beide eint aber die komödiantische Umsetzung von Gesellschaftskritik.
„Herzliches Beileid“ handelt von einem nächtlichen Ehekrach, ausgelöst durch die späte Heimkehr Luciens von einem Ball, in den die Nachricht vom plötzlichen Tod seiner Schwiegermutter platzt. Aber womöglich lebt sie doch noch? Mit Spott und Wortwitz entlarvt der Autor heuchlerische Trauer und Schadenfreude mit allen Facetten der feinen Ironie. Etablierte Rollenbilder werden in Frage gestellt, scheinbar harmlose Bemerkungen sind der Ursprung einer Reihe von Missverständnissen.
Zum „Zeitvertreib“ lässt Feldern, der wegen seiner Schulden unter Hausarrest steht, seinen Diener Bumml Weißnäherinnen unter dem Vorwand, ihnen
Arbeit zu geben, ins Haus holen. Um den Schein der Anständigkeit zu wahren, verkleiden sich beide Männer als Frauen, was selbstverständlich nicht unentdeckt bleibt. Geschrieben 1858, wurde das Stück
jedoch zu Nestroys Lebzeiten nicht mehr gespielt. Weder gibt es einen Vermerk auf dem vorhandenen Manuskript, noch findet sich in Nestroys Testament eine Begründung.
Mit den beiden Erfolgsserien 37 Ansichtskarten, sowie Das Hotel zu den zwei Welten mit Tourneen in Wien und Niederösterreich startete die Schaustellerei. Mit einer erfreulichen Erweiterung unserer Truppe, folgte der nächste Streich: Werner Schwabs Die Präsidentinnen, sowie das Ein-Personen-Stück Die Statistin.
Im März und April 2014 waren wir mit Der Gott des Gemetzels fast durchwegs ausverkauft. Im Mai 2014 stand die Geschlossene Gesellschaft von J.P. Sartre auf dem Programm.
Als weitere Produktionen zeigte die Schaustellerei im September 2014 die hinreißende Kömödie Der eingebildete Kranke von Molière, im Jahr darauf Geschichten aus dem Wiener Wald und schließlich 2016 Der letzte der feurigen Liebhaber und die Hexenjagd.
2017 wagten wir uns mit Der nackte Wahnsinn an unsere erste Boulvardkomödie. 2018 erschütterte zuerst Nora oder ein Puppenheim und im Herbst Antigone das Publikum.
Das war das erste Jahrzehnt der Schaustellerei Maria Anzbach. Im Frühjahr 2019 stand Terror auf dem Programm, im Herbst Das Konzert, mit einer Wiederaufnahme im Frühjahr 2020. Das letzte Stück Der Vorname, unter der Regie von Julia Vogl kam im Oktober 2021 zur Aufführung.
Das erste Stück unter der Regie von Jürgen Heigl Der Kirschgarten kam im März 2023 zur Aufführung. Darauf folgten im Herbst des selben Jahres Die Grönholm-Methode, Die Acht Frauen im Herbst 2024 sowie die Liebeskomödie Amaretto im April 2025. Unser letztes Stück Bunbury - Ernst sein ist alles fand im April 2026 statt.