Die Schaustellerei Maria Anzbach wurde ursprünglich von Julia Vogl gegründet und von ihr bis 2022 geleitet. Danach übernahm Jürgen Heigl die Theatergruppe. Im Jahr 2025 wurde letztendlich ein Verein gegründet, der sich seither selbst verwaltet. Die Schaustellerei besteht aus rund 20 Personen, die in wechselnder Besetzung an verschiedenen Aufführungen arbeiten.
Unsere nächste Premiere:
Bunbury - Ernst sein ist alles
Komödie von Oscar Wilde
Zwei elegante Gentlemen, Algernon und Jack, entziehen sich mittels scheinbar raffinierter Pläne ihrer gesellschaftlichen Verpflichtungen und leben inkognito ihre geheimen Wünsche und Sehnsüchte aus. Sie erfinden jeweils eine fiktive Person – Jack nennt sich in der Stadt „Ernst“, Algernon hat seinen kranken Freund „Bunbury“ auf dem Land. Mit diesen Ausreden können sie tun, was sie wollen. Alles läuft so lange prächtig, bis beide ihre falschen Identitäten nutzen, um zwei Damen den Hof zu machen – die kurioserweise beide unbedingt einen Mann namens „Ernst“ heiraten wollen. Als Algernon in der Rolle von Jacks vermeintlichem Bruder Ernst auf dem Landsitz auftaucht, nehmen die komischen Verwicklungen ihren Lauf. Chaos, Verwechslungen und bissige Dialoge über Heuchelei und Oberflächlichkeit der Upper Class folgen. Logik spielt keine Rolle, aber die Pointen sitzen.
Besetzung:
Jack – Helmut Zettl
Algernon – Andreas Stückler
Gwendolen – Juliane Spiel
Cecily – Lena Aschauer
Lady Bracknell – Renate Peter
Miss Prism – Andrea Bokor
Chasuble – Alexander Bokor
Merriman – Rainald Tippow
Regie: Jürgen Heigl
Licht: Franz Ille
Mit den beiden Erfolgsserien 37 Ansichtskarten, sowie Das Hotel zu den zwei Welten mit Tourneen in Wien und Niederösterreich startete die Schaustellerei. Mit einer erfreulichen Erweiterung unserer Truppe, folgte der nächste Streich: Werner Schwabs Die Präsidentinnen, sowie das Ein-Personen-Stück Die Statistin.
Im März und April 2014 waren wir mit Der Gott des Gemetzels fast durchwegs ausverkauft. Im Mai 2014 stand die Geschlossene Gesellschaft von J.P. Sartre auf dem Programm.
Als weitere Produktionen zeigte die Schaustellerei im September 2014 die hinreißende Kömödie Der eingebildete Kranke von Molière, im Jahr darauf Geschichten aus dem Wiener Wald und schließlich 2016 Der letzte der feurigen Liebhaber und die Hexenjagd.
2017 wagten wir uns mit Der nackte Wahnsinn an unsere erste Boulvardkomödie. 2018 erschütterte zuerst Nora oder ein Puppenheim und im Herbst Antigone das Publikum.
Das war das erste Jahrzehnt der Schaustellerei Maria Anzbach. Im Frühjahr 2019 stand Terror auf dem Programm, im Herbst Das Konzert, mit einer Wiederaufnahme im Frühjahr 2020. Das letzte Stück Der Vorname, unter der Regie von Julia Vogl kam im Oktober 2021 zur Aufführung.
Das erste Stück unter der Regie von Jürgen Heigl Der Kirschgarten kam im März 2023 zur Aufführung. Darauf folgten im Herbst des selben Jahres Die Grönholm-Methode, Die Acht Frauen im Herbst 2024 sowie die Liebeskomödie Amaretto im April 2025.